Insekten
Wir helfen Ihren Schädling zu erkennen und zu bekämpfen
Von Bettwanzen über Schaben, Fliegen, Flöhe, Motten, Käfer, Wespen, Ameisen, Silberfische bis zu Mücken: Insekten sind die vielfältigste und hartnäckigste Schädlingsgruppe. Jede Art hat ihre eigenen Verstecke, Lebenszyklen und Schwachstellen – entsprechend gezielt muss man vorgehen.
Besonders für Unternehmen im Lebensmittel- und Lagerbereich sind Vorratsschädlinge wie Motten und Käfer ein ernstzunehmendes Risiko: Sie befallen Getreide, Trockenware und Verpackungen oft unbemerkt, bis der Schaden bereits eingetreten ist.
Sie sind sich unsicher, welcher Schädling Sie plagt?
Ob Kotspuren, Fraßschäden oder ein flüchtiger Blick auf ein unbekanntes Tier: Nicht jeder Schädling lässt sich auf den ersten Blick sicher bestimmen, und die falsche Einschätzung führt oft zur falschen Bekämpfung. Schicken Sie uns eine Beschreibung oder ein Foto, und wir sagen Ihnen, womit Sie es zu tun haben und wie es sich am besten lösen lässt.
Leistungen für Privatpersonen
- Bestimmung des Insekts und der Befallsursache
- Bekämpfung akuter Befälle in Wohnräumen, Küche oder Vorratsschrank
- Behandlung von Bettwanzen, Schaben, Flöhen und Motten mit geeigneten Methoden
- Wespen- und Hornissenentfernung durch geschultes Personal
- Beratung zu Prävention und Verhalten bei Verdacht auf Befall
Leistungen für Unternehmen
- Laufendes Monitoring gegen Vorratsschädlinge (Motten, Käfer) in Lager- und Produktionsbereichen
- Integriertes Schädlingsmanagement (IPM) nach HACCP-Standards
- Bekämpfung von Hygieneschädlingen wie Schaben und Fliegen in Küche und Gastronomie
- Schutz von Rohstoffen, Waren und Verpackungen vor Kontamination
- Dokumentation aller Maßnahmen als Nachweis gegenüber Behörden
Bettwanzen im Überblick
Bettwanzen
Bettwanzen
Vorkommen: Bettwanzen finden sich in Schlafzimmern, Hotels und Verkehrsmitteln und gelangen häufig über Gepäck oder Kleidung in neue Umgebungen.
Erkennungsmerkmale: Flache, rotbraune Insekten von 5–7 mm, Blutspuren und dunkle Kotpunkte auf Bettwäsche sowie juckende Bissspuren in Reihen.
Warum sie schädlich ist: Ihre Bisse verursachen Juckreiz und allergische Reaktionen, ein Befall breitet sich rasch aus und ist ohne professionelle Behandlung kaum in den Griff zu bekommen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gründliche Inspektion von Ritzen, Matratzen und Möbeln, gezielte Wärmebehandlung oder Insektizide sowie meist mehrere Behandlungstermine.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Textilien bei mindestens 60 Grad waschen und trocknen, Matratzen und Ritzen gründlich absaugen und befallene Gegenstände luftdicht verpacken statt in andere Räume zu verlagern.
Unternehmen: Betroffene Zimmer oder Bereiche sofort sperren, professionelle Wärmebehandlung veranlassen und angrenzende Bereiche vorsorglich kontrollieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Gebrauchte Möbel vor Übernahme prüfen und Gepäck nach Reisen kontrollieren.
Unternehmen: Regelmäßige Kontrolle von Gästezimmern in der Hotellerie, Matratzenbezüge (Encasings) verwenden und Personal zu Anzeichen eines Befalls schulen.
Schaben im Überblick
Deutsche Schabe
Deutsche Schabe
Vorkommen: Die Deutsche Schabe ist die häufigste Küchenschabe in Mitteleuropa und lebt bevorzugt in warmen, feuchten Bereichen wie Küchen und hinter Elektrogeräten.
Erkennungsmerkmale: Hellbrauner, ca. 1,3–1,6 cm großer Körper mit zwei dunklen Streifen hinter dem Kopf.
Warum sie schädlich ist: Sie vermehrt sich extrem schnell, kontaminiert Lebensmittel und überträgt Krankheitserreger.
Was der Kammerjäger unternimmt: Einsatz von Gelködern und Wachstumsregulatoren sowie gezielte Behandlung von Ritzen und Rückzugsorten.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Küche gründlich reinigen, Essensreste und Krümel sofort entfernen und befallene Bereiche mit Gelködern behandeln.
Unternehmen: Betroffene Bereiche in Küche oder Lager sofort isolieren, professionelle Bekämpfung veranlassen und den Vorfall im HACCP-Dokumentationssystem erfassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lebensmittel dicht verschlossen lagern, Feuchtigkeitsquellen beseitigen und Ritzen abdichten.
Unternehmen: Laufendes Schädlingsmonitoring nach HACCP-Vorgaben einrichten, das für Lebensmittelbetriebe gesetzlich verpflichtend ist, und die Ergebnisse lückenlos dokumentieren.
Orientalische Schabe
Orientalische Schabe
Vorkommen: Die Orientalische Schabe bevorzugt kühlere, feuchte Bereiche wie Keller, Abflüsse und Kanalisation und wird auch als Wasserschabe bezeichnet.
Erkennungsmerkmale: Dunkelbrauner bis schwarzer, glänzender Körper von ca. 2–2,5 cm, schlechter Flieger.
Warum sie schädlich ist: Sie kontaminiert Lebensmittel und Oberflächen und überträgt Krankheitserreger, besonders in feuchten Kellerbereichen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle von Abflüssen und Kellerbereichen, gezielte Bekämpfung mit Gelködern oder Sprühmitteln.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Feuchte Kellerbereiche und Abflüsse reinigen und befallene Stellen gezielt behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Abfluss- und Kellerbereiche absperren, professionelle Sanierung veranlassen und den Befall im HACCP-Protokoll vermerken.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Feuchtigkeit in Keller und Abflüssen reduzieren und Abflussdeckel sowie Ritzen abdichten.
Unternehmen: Feuchte Bereiche wie Keller und Abflüsse ins laufende HACCP-Monitoring aufnehmen, um den gesetzlich verpflichtenden Nachweis sicherzustellen.
Amerikanische Schabe
Amerikansiche Schabe
Vorkommen: Die Amerikanische Schabe ist die größte häufige Schabenart und findet sich in warmen, feuchten Bereichen wie Heizungskellern, Kanalisation und Gewerbeküchen.
Erkennungsmerkmale: Rotbrauner Körper von 3–4 cm mit gelblichem Ring hinter dem Kopf, kann kurze Strecken fliegen.
Warum sie schädlich ist: Sie überträgt Krankheitserreger, kontaminiert Lebensmittel und ist besonders in der Lebensmittelbranche ein Hygienerisiko.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle von Heizungs- und Kanalbereichen, gezielter Einsatz von Gelködern und Sprühmitteln.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Warme, feuchte Bereiche wie Heizungskeller reinigen und befallene Stellen fachgerecht behandeln lassen.
Unternehmen: Heizungs- und Kanalbereiche sofort kontrollieren lassen, professionelle Bekämpfung veranlassen und den Vorfall gemäß HACCP dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Feuchtigkeit und Wärmequellen in Kellerbereichen reduzieren sowie Rohrdurchführungen abdichten.
Unternehmen: Heizungs- und Kanalbereiche ins laufende HACCP-Monitoring aufnehmen, da diese Art besonders in der Gastronomie ein bekanntes Risiko darstellt.
Braunbandschabe
Braunbandschabe
Vorkommen: Die Braunbandschabe bevorzugt trockenere, wärmere Bereiche als andere Schabenarten und findet sich häufig in Elektrogeräten und Möbeln.
Erkennungsmerkmale: Hellbrauner Körper von ca. 1,4 cm mit deutlichem hellem Band über den Flügeln, kann fliegen.
Warum sie schädlich ist: Sie kontaminiert Lebensmittel und Oberflächen und breitet sich, anders als andere Schaben, auch außerhalb der Küche aus.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gezielte Suche in Elektrogeräten und Möbeln sowie Einsatz von Gelködern und Wachstumsregulatoren.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Betroffene Möbel und Geräte kontrollieren und befallene Bereiche gezielt behandeln lassen.
Unternehmen: Elektrogeräte und Möbel im Betrieb systematisch prüfen lassen, befallene Bereiche behandeln und den Vorfall im HACCP-Nachweis festhalten.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Elektrogeräte und Möbelritzen regelmäßig reinigen und Lebensmittel dicht verschlossen lagern.
Unternehmen: Auch abseits der Küche liegende Bereiche wie Büros und Lager ins HACCP-Monitoring einbeziehen, da diese Art nicht auf die Küche beschränkt ist.
Fliegen im Überblick
Stubenfliege
Stubenfliege
Vorkommen: Die Stubenfliege lebt überall dort, wo Müll, Nahrung oder organische Abfälle vorhanden sind, und ist die häufigste Fliegenart in Wohn- und Gewerberäumen.
Erkennungsmerkmale: Grau-schwarzer Körper von 6–8 mm mit auffälligem Summen und Larven (Maden) in verwesenden organischen Stoffen.
Warum sie schädlich ist: Sie überträgt Bakterien und Krankheitserreger auf Lebensmittel und Oberflächen und stellt ein erhebliches Hygienerisiko dar.
Was der Kammerjäger unternimmt: Einsatz von UV-Lichtfallen, Beseitigung der Brutquellen und gezielte Behandlung befallener Bereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Brutquellen wie Müll oder Essensreste sofort entfernen und befallene Bereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Produktions- oder Lagerbereiche sofort kontrollieren, Brutquellen professionell beseitigen und den Vorfall im HACCP-System dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lebensmittel abdecken, Müll zeitnah entsorgen und Fliegengitter anbringen.
Unternehmen: UV-Lichtfallen und Fliegengitter als festen Bestandteil des HACCP-Monitorings einsetzen, da Fliegenkontrolle Teil der gesetzlichen Nachweispflicht ist.
Fruchtfliege
Fruchtfliege
Vorkommen: Die Fruchtfliege wird von reifendem oder faulendem Obst, Abflüssen und gärenden Flüssigkeiten angezogen und findet sich vor allem in Küchen.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, 2–3 mm großer, bräunlicher Körper mit auffällig roten Augen, tritt meist in Schwärmen auf.
Warum sie schädlich ist: Sie vermehrt sich extrem schnell und kontaminiert Obst und Lebensmittel, besonders in Gastronomie und Handel ein Problem.
Was der Kammerjäger unternimmt: Lokalisierung der Brutquelle wie Abflüsse oder Obstreste sowie gezielte Behandlung und Fallen.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Überreifes Obst entfernen, Abflüsse reinigen und befallene Bereiche gründlich säubern.
Unternehmen: Betroffene Bereiche in Küche oder Lager sofort sanieren lassen und den Befall im Rahmen des HACCP-Nachweises dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Obst kühl lagern, Abflüsse regelmäßig reinigen und Müll zeitnah entsorgen.
Unternehmen: Abflüsse und Obstlagerbereiche regelmäßig in die HACCP-Kontrolle einbeziehen, da Fruchtfliegen in Gastronomie und Handel häufig auftreten.
Schmeißfliege
Schmeißfliege
Vorkommen: Die Schmeißfliege wird von Fleisch, Aas und Müll angezogen und kann auf tote Tiere in Gebäuden hinweisen.
Erkennungsmerkmale: Metallisch blau-grün glänzender Körper von 10–14 mm, deutlich größer als die Stubenfliege.
Warum sie schädlich ist: Sie legt Eier in totem Gewebe oder rohem Fleisch ab und kann Krankheitserreger übertragen sowie auf verborgene Kadaver hinweisen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Suche nach der Brutquelle, gegebenenfalls Auffinden und Entfernen toter Tiere sowie gezielte Bekämpfung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Nach möglichen toten Tieren im Gebäude suchen, betroffene Bereiche reinigen und Fleischreste sofort entsorgen.
Unternehmen: Betroffene Bereiche in Fleischerei, Küche oder Lager sofort sperren, professionelle Ursachensuche veranlassen und den Vorfall gemäß HACCP dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Fleisch und Essensreste gut verschlossen lagern und Mülltonnen regelmäßig leeren.
Unternehmen: Fleisch- und Abfallbereiche durchgehend ins HACCP-Monitoring aufnehmen, da Schmeißfliegen ein direktes Hygienerisiko für Lebensmittelbetriebe darstellen.
Flöhe im Überblick
Hundefloh
Hundefloh
Vorkommen: Der Hundefloh kommt seltener vor als der Katzenfloh und lebt auf Hunden sowie in deren Schlafplätzen und Umgebung.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, dunkelbrauner, springender Körper von 2–3 mm, ähnlich dem Katzenfloh.
Warum sie schädlich ist: Bisse verursachen Juckreiz und allergische Reaktionen bei Mensch und Tier, zudem kann er Bandwurmlarven übertragen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Behandlung von Wohnbereichen und Textilien mit Wachstumsregulatoren, abgestimmt mit tierärztlicher Behandlung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann: Tierbetten heiß waschen, Teppiche und Polster gründlich absaugen und den Hund parallel tierärztlich behandeln lassen.
Was man vorbeugend tun kann: Hunde regelmäßig gegen Flöhe behandeln und Schlafplätze regelmäßig reinigen.
Katzenfloh
Katzenfloh
Vorkommen: Der Katzenfloh ist die häufigste Flohart in Haushalten und befällt neben Katzen auch Hunde, Teppiche und Polstermöbel.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, dunkelbrauner, springender Körper von 2–3 mm, gehäufte juckende Bissspuren vor allem an den Beinen.
Warum sie schädlich ist: Bisse verursachen Juckreiz und allergische Reaktionen, zudem vermehrt er sich rasch in Teppichen und Textilien.
Was der Kammerjäger unternimmt: Behandlung von Wohnbereichen und Textilien mit Wachstumsregulatoren sowie gezielte Absaugprotokolle.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Tierbetten und Textilien heiß waschen, Teppiche und Polster gründlich absaugen und Haustiere parallel behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Bereiche in Tierpensionen oder Tierarztpraxen isolieren und professionell behandeln lassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Haustiere regelmäßig gegen Flöhe behandeln und Teppiche sowie Polster häufig absaugen.
Unternehmen: Regelmäßige Kontrolle und Behandlung in Tierpensionen, Tierheimen und Tierarztpraxen.
Menschenfloh
Menschenfloh
Vorkommen: Der Menschenfloh ist heute selten, findet sich aber gelegentlich in Kellern, Ställen oder bei mangelnder Hygiene und befällt auch Schweine.
Erkennungsmerkmale: Größer als andere Flöhe, dunkelbrauner, springender Körper, Bissspuren ähnlich anderen Flöhen.
Warum sie schädlich ist: Bisse verursachen Juckreiz und Hautreizungen, ein Befall deutet häufig auf mangelnde Hygiene in Ställen oder Kellern hin.
Was der Kammerjäger unternimmt: Behandlung befallener Bereiche, insbesondere Ställe und Kellerräume, mit gezielten Mitteln.
Was man selbst bei einem Befall tun kann: Betroffene Bereiche gründlich reinigen und befallene Textilien heiß waschen.
Was man vorbeugend tun kann: Ställe und Kellerräume sauber und trocken halten sowie regelmäßig kontrollieren.
Läuse im Überblick
Kopflaus
Kopflaus
Vorkommen: Die Kopflaus lebt ausschließlich auf der Kopfhaut des Menschen und verbreitet sich über direkten Kopfkontakt, häufig bei Kindern in Schulen und Kindergärten.
Erkennungsmerkmale: Kleine, gräuliche Insekten im Haar sowie weißliche Nissen (Eier), die fest an den Haarschäften kleben.
Warum sie schädlich ist: Sie verursacht Juckreiz auf der Kopfhaut, überträgt aber keine Krankheiten.
Was der Kammerjäger unternimmt: Da es sich um ein persönliches Hygienethema handelt, erfolgt die Behandlung meist über spezielle Shampoos statt klassische Schädlingsbekämpfung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann: Spezielle Läuseshampoos anwenden, Haare mit einem Nissenkamm gründlich durchkämmen und Bettwäsche heiß waschen.
Was man vorbeugend tun kann: Direkten Kopfkontakt vermeiden, Mützen und Bürsten nicht teilen und regelmäßig auf Nissen kontrollieren.
Kleiderlaus
Kleiderlaus
Vorkommen: Die Kleiderlaus lebt in Kleidungsnähten nahe am Körper und tritt vor allem bei beengten Wohnverhältnissen oder mangelnder Hygiene auf.
Erkennungsmerkmale: Ähnlich der Kopflaus, jedoch in Kleidungsstücken statt im Haar zu finden, mit Eiern in Nähten und Falten.
Warum sie schädlich ist: Sie kann neben Juckreiz auch Krankheitserreger übertragen und ist damit ernster einzustufen als die Kopflaus.
Was der Kammerjäger unternimmt: Behandlung befallener Textilien und Räume, da hier im Unterschied zur Kopflaus auch eine klassische Schädlingsbekämpfung sinnvoll ist.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Kleidung und Bettwäsche bei hoher Temperatur waschen oder entsorgen und Wohnbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Bereiche in Gemeinschaftsunterkünften oder Einrichtungen fachgerecht sanieren lassen und betroffene Textilien professionell behandeln.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Kleidung regelmäßig wechseln und waschen sowie auf gute Hygiene in Wohnräumen achten.
Unternehmen: In Gemeinschaftseinrichtungen regelmäßige Hygienekontrollen und Aufklärung des Personals sicherstellen.
Filzlaus
Filzlaus
Vorkommen: Die Filzlaus lebt in grobem Körperhaar wie Schambehaarung oder Wimpern und wird durch engen Körperkontakt übertragen.
Erkennungsmerkmale: Sehr kleine, krabbenartige Insekten mit kurzen, kräftigen Beinen sowie Nissen an der Haarwurzel.
Warum sie schädlich ist: Sie verursacht starken Juckreiz, überträgt aber keine schwerwiegenden Krankheiten.
Was der Kammerjäger unternimmt: Wie bei der Kopflaus handelt es sich um ein medizinisches Thema, das über Apotheke oder Arzt behandelt wird.
Was man selbst bei einem Befall tun kann: Spezielle Behandlungsmittel aus der Apotheke anwenden und betroffene Textilien heiß waschen.
Was man vorbeugend tun kann: Engen Körperkontakt mit Betroffenen meiden und gemeinsam genutzte Textilien vermeiden.
Motten im Überblick
Dörrobstmotte
Dörrobstmotte
Vorkommen: Die Dörrobstmotte befällt Trockenfrüchte, Nüsse, Getreide und Tierfutter in Speisekammern, Lagern und der Lebensmittelindustrie.
Erkennungsmerkmale: Falter mit charakteristisch kupferrot gefärbten Flügelspitzen, Gespinstfäden und Larven direkt in der befallenen Ware.
Warum sie schädlich ist: Die Larven kontaminieren Vorräte mit Gespinst und Kot und können ganze Chargen unbrauchbar machen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Einsatz von Pheromonfallen zur Überwachung sowie gezielte Behandlung und Entsorgung befallener Ware.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Vorräte umgehend entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Befallene Chargen sofort sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-Dokumentationssystem erfassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Trockenfrüchte, Nüsse und Getreide luftdicht lagern und Vorräte regelmäßig kontrollieren.
Unternehmen: Laufendes Monitoring mit Pheromonfallen als Teil des HACCP-Systems einrichten, das für Lebensmittelbetriebe gesetzlich verpflichtend ist.
Mehlmotte
Mehlmotte
Vorkommen: Die Mehlmotte befällt Mehl und Getreideprodukte in Mühlen, Bäckereien, Speisekammern und Lagerräumen.
Erkennungsmerkmale: Graue bis bräunliche Falter mit ca. 2 cm Spannweite und feinen Gespinstfäden in befallenem Mehl.
Warum sie schädlich ist: Die Larven kontaminieren Mehl und Getreideprodukte und bleiben dabei oft lange unbemerkt.
Was der Kammerjäger unternimmt: Pheromonfallen zur Überwachung sowie gezielte Behandlung befallener Lagerbereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallenes Mehl entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Mehl- und Getreidebestände sofort sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-Nachweis dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Mehl und Getreideprodukte luftdicht lagern und regelmäßig auf Befallsspuren prüfen.
Unternehmen: Mühlen- und Lagerbereiche durchgehend im Rahmen des HACCP-Monitorings überwachen und Kontrollen lückenlos dokumentieren.
Kleidermotte
Kleidermotte
Vorkommen: Die Kleidermotte lebt bevorzugt in Kleiderschränken und befällt ausschließlich keratinhaltige Materialien wie Wolle, Fell und Seide.
Erkennungsmerkmale: Kleine, gelblich-graue Falter mit 1–1,5 cm Spannweite und unregelmäßigen Löchern in Wollstoffen.
Warum sie schädlich ist: Die Larven zerstören Wolltextilien, Teppiche und Pelze, oft erst durch sichtbare Löcher bemerkt.
Was der Kammerjäger unternimmt: Pheromonfallen zur Überwachung sowie gezielte Behandlung befallener Textilien und Schränke.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Textilien waschen oder trocken reinigen lassen und Schränke gründlich säubern.
Unternehmen: Betroffene Textilbestände, etwa in Wäschereien oder Hotellerie, isolieren und fachgerecht behandeln lassen sowie den Vorfall dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Wolltextilien regelmäßig lüften und waschen sowie empfindliche Stücke luftdicht verpackt lagern.
Unternehmen: Textillager regelmäßig mit Pheromonfallen überwachen, besonders in Hotellerie und Textilhandel.
Pelzmotte
Pelzmotte
Vorkommen: Die Pelzmotte befällt ähnlich der Kleidermotte Pelze, Wolle und Federn und findet sich in Kleiderschränken sowie naturkundlichen Sammlungen.
Erkennungsmerkmale: Kleiner Falter, dessen Larve einen tragbaren, röhrenförmigen Kokon aus Fasern des Wirtsmaterials baut.
Warum sie schädlich ist: Die Larven fressen sich durch Pelze und Wolltextilien und hinterlassen dabei charakteristische Löcher.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gezielte Behandlung befallener Textilien und Sammlungsstücke sowie Beratung zur fachgerechten Reinigung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Pelze und Textilien fachgerecht reinigen oder behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Bestände im Pelzhandel oder in Sammlungen isolieren und fachgerecht sanieren lassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Pelze und Wolltextilien regelmäßig kontrollieren und trocken sowie luftdicht lagern.
Unternehmen: Regelmäßiges Monitoring von Lager- und Ausstellungsbereichen, insbesondere bei hochwertigen oder musealen Beständen.
Käfer im Überblick
Kornkäfer
Kornkäfer
Vorkommen: Der Kornkäfer befällt ganze Getreidekörner in Silos, Mühlen und Getreidelagern und zählt zu den bedeutendsten Vorratsschädlingen.
Erkennungsmerkmale: Rotbrauner, 3–5 mm großer Käfer mit länglichem Rüssel, flugunfähig.
Warum sie schädlich ist: Die Larven entwickeln sich im Inneren einzelner Getreidekörner und zerstören diese von innen heraus.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle von Lager- und Silobereichen sowie gezielte Behandlung befallener Getreidebestände.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallenes Getreide fachgerecht entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Getreidebestände sofort sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-System dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Getreide trocken und kühl lagern sowie regelmäßig auf Befallsspuren kontrollieren.
Unternehmen: Silos und Lagerbereiche laufend im Rahmen des HACCP-Monitorings kontrollieren, das für Getreidebetriebe gesetzlich verpflichtend ist.
Reiskäfer
Reiskäfer
Vorkommen: Der Reiskäfer befällt vor allem Reis und andere Getreidearten und tritt häufig bei importierten Lebensmitteln auf.
Erkennungsmerkmale: Dem Kornkäfer ähnlich, jedoch mit hellen Flecken auf den Flügeldecken und flugfähig.
Warum sie schädlich ist: Die Larven entwickeln sich in einzelnen Körnern und können ganze Vorratsbestände befallen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle von Lagerbereichen und importierter Ware sowie gezielte Bekämpfung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Ware entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen und kontrollieren.
Unternehmen: Betroffene Chargen sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall gemäß HACCP dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Reis und Getreide luftdicht lagern und importierte Ware bei Anlieferung kontrollieren.
Unternehmen: Wareneingangskontrollen fest im HACCP-System verankern, besonders bei importierter Ware.
Tabbakkäfer
Tabakkäfer
Vorkommen: Der Tabakkäfer befällt getrockneten Tabak, Gewürze, Tee und Trockenprodukte in Lagern und im Handel.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, rötlich-brauner, ovaler Käfer von 2–3 mm.
Warum sie schädlich ist: Er kontaminiert Gewürze, Tabak und Trockenware und kann sich in Lagerbeständen rasch ausbreiten.
Was der Kammerjäger unternimmt: Pheromon-Monitoring sowie gezielte Behandlung befallener Lagerbereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Ware entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Bestände sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-Nachweis dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Gewürze und Trockenprodukte luftdicht lagern und regelmäßig kontrollieren.
Unternehmen: Pheromon-Monitoring als Teil des HACCP-Systems einrichten, besonders in Gewürz- und Tabakhandel.
Teppichkäfer
Teppichkäfer
Vorkommen: Der Teppichkäfer befällt Wollteppiche, Pelze und Federn und findet sich in Wohnräumen sowie musealen Sammlungen.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, 2–4 mm großer Käfer, dessen borstige Larven („Wollbären“) deutliche Fraßspuren hinterlassen.
Warum sie schädlich ist: Die Larven zerstören Wollteppiche, Pelze und Federn, ähnlich wie die Kleidermotte.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gezielte Behandlung befallener Textilien sowie Beratung zur fachgerechten Reinigung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Teppiche und Textilien gründlich reinigen oder fachgerecht behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Bestände in Teppichhandel oder Hotellerie isolieren und fachgerecht sanieren lassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Teppiche regelmäßig saugen und lüften sowie empfindliche Stücke trocken lagern.
Unternehmen: Regelmäßiges Monitoring von Lager- und Ausstellungsflächen, insbesondere bei Teppich- und Textilhandel.
Messingkäfer
Messingkäfer
Vorkommen: Der Messingkäfer kommt vor allem in älteren Gebäuden vor und befällt eine breite Palette organischer Materialien wie Getreide, Gewürze, Leder und Papier.
Erkennungsmerkmale: Kugeliger, goldbraun behaarter Körper mit spinnenartig langen Beinen.
Warum sie schädlich ist: Er kontaminiert diverse gelagerte Materialien und tritt häufig in wenig gepflegten, älteren Lagerbereichen auf.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle und Sanierung befallener Lagerbereiche sowie gezielte Bekämpfung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Bereiche gründlich reinigen und betroffene Materialien entsorgen oder behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Lagerbereiche sperren, fachgerecht sanieren lassen und den Vorfall dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lagerbereiche sauber und trocken halten und regelmäßig kontrollieren.
Unternehmen: Ältere Lagerbereiche regelmäßig in ein laufendes Monitoring einbeziehen, da dieser Käfer häufig in wenig kontrollierten Lagerzonen auftritt.
Mehlkäfer
Mehlkäfer
Vorkommen: Der Mehlkäfer befällt Mehl und Getreideprodukte in Mühlen, Bäckereien und Futtermittellagern.
Erkennungsmerkmale: Dunkelbrauner bis schwarzer Käfer von ca. 1,5 cm, gelbe Larven bekannt als Mehlwürmer.
Warum sie schädlich ist: Er deutet häufig auf Feuchtigkeit und mangelnde Hygiene in Lagerbereichen hin und kontaminiert Mehl und Getreideprodukte.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle der Lagerbereiche auf Feuchtigkeit sowie gezielte Behandlung befallener Ware.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallenes Mehl entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen und trocknen.
Unternehmen: Betroffene Mehl- und Futtermittelbestände sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-System dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lagerbereiche trocken halten und Mehl sowie Getreideprodukte luftdicht lagern.
Unternehmen: Feuchtigkeit in Mühlen- und Lagerbereichen laufend im Rahmen des HACCP-Monitorings kontrollieren.
Kugelkäfer
Kugelkäfer
Vorkommen: Der Kugelkäfer findet sich in alten, wenig gestörten Lagerbereichen mit organischen Rückständen.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, glänzender, kugelförmiger rotbrauner Körper mit spinnenartigen Beinen, Kopf und Halsschild von oben kaum sichtbar.
Warum sie schädlich ist: Er kontaminiert gelagerte organische Reste und tritt meist als Zeichen mangelnder Lagerhygiene auf.
Was der Kammerjäger unternimmt: Sanierung und gründliche Reinigung befallener Lagerbereiche sowie gezielte Bekämpfung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Lagerbereiche gründlich reinigen und organische Rückstände restlos entfernen.
Unternehmen: Betroffene Lagerbereiche sanieren lassen und den Vorfall im Rahmen des HACCP-Nachweises dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lagerbereiche regelmäßig reinigen und auf organische Rückstände kontrollieren.
Unternehmen: Lagerhygiene als festen Bestandteil des HACCP-Monitorings etablieren, insbesondere in wenig frequentierten Lagerzonen.
Brotkäfer
Brotkäfer
Vorkommen: Der Brotkäfer befällt Brot, Gewürze, getrocknete Kräuter und teils sogar Bücher und Arzneimittel in Speisekammern und Lagern.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, rötlich-brauner Käfer von 2–3 mm, kleine runde Löcher in Verpackungen als typisches Zeichen.
Warum sie schädlich ist: Er kontaminiert Vorräte und Trockenware und kann sich unbemerkt zwischen gelagerten Waren ausbreiten.
Was der Kammerjäger unternimmt: Pheromon-Monitoring sowie gezielte Behandlung befallener Lagerbereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Ware entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Bestände sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-Nachweis dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Vorräte luftdicht lagern und regelmäßig auf Befallsspuren kontrollieren.
Unternehmen: Pheromon-Monitoring als Teil des HACCP-Systems einrichten, besonders in Bäckereien und Gewürzhandel.
Speckkäfer
Speckkäfer
Vorkommen: Speckkäfer befallen getrocknete tierische Produkte wie Fleisch, Fell und Federn und finden sich sowohl in Lebensmittellagern als auch in Textil- und Museumsbeständen.
Erkennungsmerkmale: Borstig behaarte Larven mit deutlichen Fraßspuren an tierischen Materialien.
Warum sie schädlich ist: Sie zerstören Wolltextilien, Felle und getrocknete Lebensmittel gleichermaßen und sind schwer vollständig zu beseitigen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gezielte Behandlung befallener Bereiche sowie Beratung zur fachgerechten Entsorgung befallener Materialien.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Materialien fachgerecht reinigen oder entsorgen und betroffene Bereiche gründlich säubern.
Unternehmen: Betroffene Bestände in Lebensmittel- oder Textilbetrieben sperren, fachgerecht sanieren lassen und den Vorfall dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Tierische Vorräte und Textilien trocken lagern und regelmäßig kontrollieren.
Unternehmen: Laufendes Monitoring in Lager- und Produktionsbereichen mit tierischen Rohstoffen als Teil des HACCP-Systems etablieren.
Khaprakäfer
Khaprakäfer
Vorkommen: Der Khaprakäfer ist ein weltweit gefürchteter Vorratsschädling, der Getreide und Trockenware in Lagern und im internationalen Handel befällt.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, bräunlicher Käfer, dessen Larven außergewöhnlich widerstandsfähig sind und lange ohne Nahrung überleben können.
Warum sie schädlich ist: Er gilt als besonders aggressiver Quarantäneschädling, der ganze Warenlieferungen befallen und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann.
Was der Kammerjäger unternimmt: Bei Verdacht erfolgt eine besonders gründliche Kontrolle sowie gegebenenfalls Meldung an die zuständigen Behörden, da es sich um einen meldepflichtigen Quarantäneschädling handelt.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Ware isolieren und umgehend einen Fachbetrieb sowie die zuständige Behörde informieren.
Unternehmen: Betroffene Chargen sofort sperren, meldepflichtig an die zuständige Behörde melden und den Vorfall lückenlos im HACCP-System dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Importierte Ware bei Anlieferung besonders sorgfältig kontrollieren.
Unternehmen: Wareneingangskontrollen für importierte Ware verpflichtend im HACCP-System verankern, da der Khaprakäfer als Quarantäneschädling gilt.
Gemeine Speckkäfer
Gemeiner Speckkäfer
Vorkommen: Der Gemeine Speckkäfer ist die häufigste Speckkäferart in Mitteleuropa und befällt getrocknetes Fleisch, Fisch, Käse und tierische Reste.
Erkennungsmerkmale: Dunkelbrauner bis schwarzer Käfer mit hellem Band am vorderen Rand der Flügeldecken.
Warum sie schädlich ist: Die Larven zerstören gelagerte tierische Produkte und können sich in Lebensmittelbetrieben rasch ausbreiten.
Was der Kammerjäger unternimmt: Kontrolle der Lagerbereiche sowie gezielte Behandlung und Entsorgung befallener Ware.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Befallene Produkte entsorgen und Lagerbereiche gründlich reinigen.
Unternehmen: Betroffene Bestände sperren, fachgerecht entsorgen lassen und den Vorfall im HACCP-Nachweis dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Tierische Vorräte kühl und gut verschlossen lagern und regelmäßig kontrollieren.
Unternehmen: Laufendes HACCP-Monitoring in Bereichen mit tierischen Produkten wie Fleischerei oder Käseherstellung etablieren.
Splintholzkäfer
Splintholzkäfer
Vorkommen: Der Splintholzkäfer befällt das Splintholz von Laubhölzern wie Eiche oder Esche und findet sich in Möbeln, Parkett und tragenden Holzbauteilen.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, rötlich-brauner Käfer, feines, mehlartiges Bohrmehl an Ausflugslöchern im Holz als deutliches Zeichen.
Warum sie schädlich ist: Die Larven höhlen das Holz von innen aus und können dadurch die Stabilität von Möbeln und Bauteilen gefährden.
Was der Kammerjäger unternimmt: Begutachtung des Befallsausmaßes, gezielte Holzschutzbehandlung sowie gegebenenfalls Austausch stark befallener Bauteile.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Betroffenes Holz und Möbelstücke von einem Fachbetrieb begutachten und behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Bauteile oder Warenbestände fachgerecht begutachten und sanieren lassen, insbesondere bei tragenden Holzkonstruktionen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Neues Holz und Möbel vor der Verwendung auf Befallsspuren prüfen und Feuchtigkeit im Gebäude reduzieren.
Unternehmen: Holzbauteile und Möbelbestände regelmäßig im Rahmen der Gebäudeinstandhaltung kontrollieren, besonders im Holzhandel und in der Möbelproduktion.
Wespen im Überblick
Deutsche Wespe
Deutsche Wespe
Vorkommen: Die Deutsche Wespe zählt zu den häufigsten Wespenarten und nistet bevorzugt unterirdisch, in Mauerhohlräumen oder auf Dachböden.
Erkennungsmerkmale: Gelb-schwarz gestreifter Körper mit ankerförmiger Zeichnung im Gesicht, papierartige Nester.
Warum sie schädlich ist: Stiche sind schmerzhaft und für Allergiker potenziell gefährlich, besonders in Nestnähe.
Was der Kammerjäger unternimmt: Fachgerechte Entfernung oder Umsiedlung des Nests mit entsprechender Schutzausrüstung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Abstand zum Nest halten und einen Fachbetrieb zur professionellen Entfernung kontaktieren.
Unternehmen: Betroffene Außenbereiche, etwa Gastgärten, vorübergehend sperren und die fachgerechte Entfernung durch einen Fachbetrieb veranlassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Süße Speisen und Getränke im Freien abdecken und potenzielle Nistplätze frühzeitig im Jahr verschließen.
Unternehmen: Außenbereiche in der Gastronomie regelmäßig auf Nester kontrollieren und Abfallbehälter im Freien geschlossen halten.
Gemeine Wespe
Gemeine Wespe
Vorkommen: Die Gemeine Wespe ähnelt der Deutschen Wespe in Verhalten und Lebensraum und nistet ebenfalls in Hohlräumen an Gebäuden.
Erkennungsmerkmale: Gelb-schwarz gestreifter Körper mit drei dunklen Punkten im Gesicht, papierartige Nester.
Warum sie schädlich ist: Stiche sind schmerzhaft und für Allergiker potenziell gefährlich, besonders in der Nähe von Fenstern und Eingängen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Fachgerechte Entfernung oder Umsiedlung des Nests mit entsprechender Schutzausrüstung.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Nest nicht selbst entfernen und einen Fachbetrieb kontaktieren.
Unternehmen: Betroffene Außen- oder Gästebereiche absperren und die professionelle Entfernung durch einen Fachbetrieb veranlassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Nester nicht provozieren und mögliche Nistplätze frühzeitig im Jahr absichern.
Unternehmen: Fassaden und Außenbereiche von Gastronomie- und Hotelliegenschaften saisonal kontrollieren lassen.
Ameisen im Überblick
Pharaoameise
Pharaoameise
Vorkommen: Die Pharaoameise lebt bevorzugt in beheizten Gebäuden wie Krankenhäusern und Lebensmittelbetrieben und ist ganzjährig aktiv.
Erkennungsmerkmale: Sehr kleiner, gelblich-brauner Körper von 1–2 mm, zahlreiche miteinander verbundene Nester.
Warum sie schädlich ist: Sie kontaminiert Lebensmittel und kann Krankheitserreger übertragen, weshalb sie in Krankenhäusern besonders kritisch ist.
Was der Kammerjäger unternimmt: Gezielter Einsatz spezieller Köder, da klassische Sprühmittel die Kolonie eher aufspalten und den Befall verschlimmern können.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Keine herkömmlichen Insektensprays verwenden und umgehend einen Fachbetrieb kontaktieren.
Unternehmen: Betroffene Bereiche, insbesondere in Krankenhäusern oder Lebensmittelbetrieben, sofort isolieren, professionelle Köderbehandlung veranlassen und den Vorfall im HACCP-System dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Lebensmittel gut verschlossen lagern und Gebäude regelmäßig auf erste Anzeichen kontrollieren.
Unternehmen: Laufendes Monitoring als Teil des HACCP-Systems einrichten, da die Pharaoameise in sensiblen Einrichtungen wie Krankenhäusern besonders kritisch ist.
Braune Wegameise
Braune Wegameise
Vorkommen: Die Braune Wegameise lebt in Gärten und an Gebäuden und dringt auf der Suche nach Nahrung häufig in Küchen ein.
Erkennungsmerkmale: Kleiner, bräunlicher Körper, sichtbare Ameisenstraßen entlang von Mauern und Wegen.
Warum sie schädlich ist: Sie kontaminiert Lebensmittel und kann bei Nestbau in Gebäudenähe zusätzlichen Schaden verursachen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Lokalisierung des Nests sowie gezielter Einsatz von Gelködern.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Ameisenstraßen verfolgen, Nesteingänge lokalisieren und mit Gelködern behandeln.
Unternehmen: Betroffene Küchen- oder Lagerbereiche kontrollieren, professionelle Bekämpfung veranlassen und den Vorfall im HACCP-Nachweis vermerken.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Ritzen und Fugen an der Gebäudeaußenseite abdichten und Essensreste im Freien vermeiden.
Unternehmen: Gebäudeaußenseiten regelmäßig im Rahmen des HACCP-Monitorings kontrollieren, besonders bei angrenzenden Küchen- und Lagerbereichen.
Roß- und Riesenameise
Roß- und Riesenameise
Vorkommen: Roß- und Riesenameisen leben bevorzugt in feuchtem, morschem Holz und nagen sich zur Nestanlage durch Bauteile, ohne das Holz als Nahrung zu nutzen.
Erkennungsmerkmale: Große, schwarze Ameisen von bis zu 1,5 cm, feines Holzmehl an Ausgängen als typisches Zeichen.
Warum sie schädlich ist: Sie können durch ihre Nestanlage die Stabilität von Holzbauteilen und Dachstühlen erheblich beeinträchtigen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Begutachtung des Befallsausmaßes, gezielte Bekämpfung sowie Beratung zur Sanierung betroffener Holzbauteile.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Betroffenes Holz von einem Fachbetrieb begutachten und behandeln lassen.
Unternehmen: Betroffene Holzbauteile fachgerecht begutachten und sanieren lassen, insbesondere bei tragenden Konstruktionen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Feuchtigkeit an Holzbauteilen reduzieren und morsches Holz frühzeitig austauschen.
Unternehmen: Gebäude regelmäßig im Rahmen der Instandhaltung auf Feuchtigkeit und Holzschäden kontrollieren.
Silberfische im Überblick
Silberfische
Silberfische
Vorkommen: Silberfische bevorzugen feuchtwarme Räume wie Bad, Küche oder Keller und ernähren sich von Papier, Kleberesten und organischen Fasern.
Erkennungsmerkmale: Silbrig glänzender, flügelloser, ca. 1 cm langer Körper sowie schnelle, nächtliche Bewegungen.
Warum sie schädlich ist: Sie sind meist eher ein optisches und hygienisches Ärgernis, können aber Bücher, Tapeten und gelagerte Papierwaren beschädigen.
Was der Kammerjäger unternimmt: Beratung zur Reduktion der Luftfeuchtigkeit, gezielte Behandlung oder Fallen sowie das Verschließen von Eintrittsstellen.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Betroffene Bereiche gut lüften, trockenlegen und gezielt Fallen aufstellen.
Unternehmen: Betroffene Archiv- oder Lagerbereiche trockenlegen und fachgerecht behandeln lassen, um Papier- und Buchbestände zu schützen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Räume gut lüften, Feuchtigkeitsquellen beheben und Papier sowie Bücher trocken lagern.
Unternehmen: Archive, Bibliotheken und Lagerbereiche regelmäßig auf Luftfeuchtigkeit kontrollieren.
Mücken im Überblick
Schmetterlingsmücke
Schmetterlingsmücke
Vorkommen: Die Schmetterlingsmücke entwickelt sich im Biofilm von Abflüssen und Rohrleitungen und tritt vor allem in Bad und Küche auf.
Erkennungsmerkmale: Kleine, graue, pelzig wirkende Mücke mit auffällig behaarten, dachförmig getragenen Flügeln.
Warum sie schädlich ist: Sie ist zwar ungefährlich, weist aber auf verschmutzte Abflüsse und organische Ablagerungen hin.
Was der Kammerjäger unternimmt: Reinigung und Behandlung befallener Abflüsse sowie Beratung zur Beseitigung des Biofilms.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Abflüsse gründlich reinigen und mit geeigneten Mitteln vom Biofilm befreien.
Unternehmen: Betroffene Abflüsse in Küchen oder Sanitärbereichen professionell reinigen lassen und den Vorfall im Rahmen der HACCP-Hygienekontrolle dokumentieren.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Abflüsse regelmäßig reinigen und Ablagerungen frühzeitig entfernen.
Unternehmen: Abflusshygiene als festen Bestandteil des HACCP-Monitorings in Gewerbeküchen etablieren.
Tigermücke
Tigermücke
Vorkommen: Die Tigermücke ist eine invasive Art, die zunehmend auch in Österreich auftritt, und entwickelt sich in kleinen Wasseransammlungen wie Blumentöpfen oder Regentonnen.
Erkennungsmerkmale: Schwarzer Körper mit auffälligen weißen Streifen an Körper und Beinen, tagaktiv.
Warum sie schädlich ist: Sie gilt als potenzieller Krankheitsüberträger und breitet sich durch den Klimawandel zunehmend auch nördlich der Alpen aus.
Was der Kammerjäger unternimmt: Lokalisierung und Beseitigung von Brutstätten sowie gezielte Behandlung befallener Außenbereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Stehende Wasseransammlungen im Garten umgehend entleeren und einen Fachbetrieb bei starkem Aufkommen kontaktieren.
Unternehmen: Außenanlagen von Gastronomie- oder Hotelbetrieben auf Brutstätten kontrollieren und professionell behandeln lassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Kleine Wasseransammlungen wie Untersetzer oder Regentonnen regelmäßig leeren und abdecken.
Unternehmen: Außenbereiche und Grünanlagen von Betrieben regelmäßig auf stehendes Wasser kontrollieren.
Gemeine Stechmücke
Gemeine Stechmücke
Vorkommen: Die Gemeine Stechmücke ist die häufigste Stechmückenart in Mitteleuropa und entwickelt sich in stehendem Wasser in Gärten und Wohnnähe.
Erkennungsmerkmale: Schlanker, bräunlicher Körper, aktiv vor allem in der Dämmerung und Nacht.
Warum sie schädlich ist: Ihre Stiche verursachen Juckreiz und geschwollene Bissstellen und können sich bei geeigneten Bedingungen stark vermehren.
Was der Kammerjäger unternimmt: Identifikation und Beseitigung von Brutstätten sowie gezielte Behandlung betroffener Außenbereiche.
Was man selbst bei einem Befall tun kann:
Privat: Stehendes Wasser in der Umgebung beseitigen und Fenster mit Gittern sichern.
Unternehmen: Außenanlagen und Grünflächen von Betrieben auf Brutstätten kontrollieren und professionell behandeln lassen.
Was man vorbeugend tun kann:
Privat: Regentonnen, Dachrinnen und Gartenteiche regelmäßig kontrollieren und Wasseransammlungen vermeiden.
Unternehmen: Außenanlagen, insbesondere bei Hotellerie und Gastronomie, saisonal auf Wasseransammlungen kontrollieren.
Unser Ansatz
4 Phasen – 1 Partner
Vorbeugen
Aktive Maßnahmen um Schädlinge fernzuhalten
Überwachen
Überwachende Maßnahmen um einen Befall frühzeitig zu erkennen
Bekämpfen
Innovative und wirksame Methoden
Dokumentieren
Lückenlose Dokumentation jeder Kontrolle, damit Sie Ihrer gesetzlichen Nachweispflicht jederzeit nachkommen
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, welches Insekt mich befällt?
Anhand von Größe, Farbe, Fundort und typischen Spuren wie Kotpunkten, Gespinsten, Bissmustern oder Fraßschäden lässt sich meist gut eingrenzen, um welche Art es sich handelt. Im Zweifel übernehmen wir die Bestimmung für Sie. Schicken Sie uns einfach unverbindlich Fotos vom Befall zu, wir beraten uns mit unseren Experten und meldne uns zeitnah zurück.
Warum sind Motten und Käfer für Unternehmen besonders relevant?
Weil sie Vorräte, Rohstoffe und Verpackungen befallen, oft unbemerkt über längere Zeit. Für Betriebe mit Lebensmittelbezug bedeutet das ein direktes wirtschaftliches Risiko und ist zugleich Teil der gesetzlichen Nachweispflicht nach HACCP.
Sind Bettwanzen nur ein Problem in Hotels?